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Energieverlusten auf der Spur – Das BLOWER-DOOR-VERFAHREN

Zwei Kriterien sind entscheidend für einen guten Wärmeschutz Ihres Hauses: optimale Dämmung und die Luftdichtheit der Gebäudehülle. Denn hier gehen durch undichte Stellen große Mengen warmer Luft verloren. So können Undichtigkeiten  bei ungünstigen Umgebungsbedingungen die Dämmwirkung um bis zu  65 % verringern. Somit können die Lüftungswärmeverluste ein vielfaches größer sein als die  Wärmeverluste über die gesamte Außenhülle. Der wirkliche Bedarf an Heizenergie kann dadurch viel höher sein als der theoretisch berechnet.

Was aber heißt Luftdichtheit ? Sie wird ermittelt über das Differenzdruckverfahren. Dazu erzeugt man im Gebäude einen  Unter- oder Überdruck ; um diesen konstant zu halten, ist je nach Dichtheit der Hülle ein bestimmter Volumenstrom nötig; je undichter ein Gebäude ist desto mehr Luft muss  ins Innere geblasen werden um den Druck konstant zu halten; setzt man den Volumenstrom ins Verhältnis zum Gebäudevolumen, so ergibt sich der sogenannte n50-Wert . Anschaulich sagt er wie oft das Gebäudeluftvolumen pro Stunde gegen die Außenluft ausgetauscht wird. Für diesen „Luftaustausch“ gibt es gesetzliche Grenzwerte die eingehalten werden müssen da unzureichende Luftdichtheit die Hauptursache für hohe Energieverluste und Bauschäden sind.

Welche Vorteile hat eine luftdichte Gebäudehülle noch ?

  1. Vermeidung unnötiger Wärmeverluste → geringere Heizkosten
  2. Vermeidung von Bauschäden & Schimmelpilzbildung
  3. Sicherstellung der Behaglichkeit in Wohnräumen
  4. Sommerlicher Wärmeschutz → Gerade im Dachgeschoss kann durch eine undichte Gebäudehülle die aufgeheizte Luft die sich unter den Dachziegeln anstaut ins Innere strömen und die Raumtemperatur weit über der Außentemperatur ansteigen lassen die Folge sind überhitzte Wohnräum
  5. Verbesserter Schallschutz vor Außenlärm und zwischen Wohnungen und  Häusern

Die Blower Door Messung

Die Messung erfolgt nach dem Blower Door Verfahren. Dazu montiert man eine Ventilator (Blower) luftdicht meist in die Haustür (Door). Die Messung erfolgt doppelt, einmal mit Über-, einmal mit Unterdruck. Wenn die Druckdifferenz stabil ist, fördert der Ventilator gerade so viel Luftvolumen, wie durch Leckagen am Gebäude entweicht bzw. nachströmt. Der Wert für dies Fördermenge wird dann durch das Raumvolumen geteilt. Je niedriger dieser Wert ist desto dichter ist die Gebäudehülle. Für die Dichtigkeit der Gebäudehülle gibt es gesetzliche Mindestanforderungen. Diese Werte werden jedoch oftmals nicht erreicht und stellen einen wesentlichen Mangel dar.

Abbildung 1: Funktionsschema einer Blower-Door-Messung
Abbildung 1: Funktionsschema einer Blower-Door-Messung
Abbildung 2: Blower-Door im Einsatz
Abbildung 2: Blower-Door im Einsatz